Rechte Gewalt gehört zu den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Die Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) haben diese Gewalt auf besonders grausame Weise sichtbar gemacht, gerade auch aufgrund der Versäumnisse im Zusammenhang mit ihrer Verhinderung und der Aufklärung der Taten. Sie stehen in einer langen Kontinuität rassistischer, antisemitischer, antifeministischer und autoritär-nationalistischer Gewalt in Deutschland seit 1945. Um ihre Ursachen, Formen und Folgen zu verstehen, ist historisches Wissen über ihre sozialen und politischen Hintergründe zentral.
Das Themenportal will rechte Gewalt sowie deren ideologische Grundlagen und gesellschaftliche Voraussetzungen dokumentieren und somit sichtbar sowie langfristig auffindbar machen. Es richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, an Betroffene, Forschende, Handelnde im Themenfeld politische Bildung, an Medienschaffende und zivilgesellschaftliche Initiativen. Ziel ist es, eine quellengestützte Auseinandersetzung mit rechter Gewalt in ihren historischen und gesellschaftlichen Kontexten zu ermöglichen.
Das Themenportal bietet nicht nur Zugang zu vereinzelt bereits digitalisierten Quellen, sondern insbesondere auch strukturierte Informationen zu Archivbeständen, die (noch) nicht frei zugänglich sind. Damit entsteht ein langfristig nutzbares Werkzeug für die politische Bildung, die Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie zur Stärkung der demokratischen Erinnerungskultur.